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Limitiert & angriffslustig Thomas Zajac und Barbara Matz müssen bei der Europameisterschaft vor Weymouth auf ihr Top-Material verzichten. Die erste gemeinsame Titeljagd startet am kommenden Montag, die Entscheidung fällt am 19. Mai.

Thomas, die Europameisterschaft ist offen ausgeschrieben, das macht die Ausgangsposition nicht unbedingt einfacher, warum verzichtet ihr auf euer bestes Material?

Thomas Zajac: "Stimmt, die Übersee-Nationen können zwar keine EM-Medaillen gewinnen, aber in erster Konsequenz geht es um die Qualifikation fürs Medal Race, also um die Top-10 nach dem Grunddurchgang. Da werden auch die Australier, Neuseeländer, oder Südamerikaner voll mitmischen. Und wir greifen deshalb nicht auf unser bestes Material zurück, weil wir dieses bereits nach Tokio geschickt haben. Wir trainieren ab Juli in Enoshima, absolvieren im August den Olympic Test Event und dann noch einen Weltcup. Heuer ist alles auf das Olympiarevier in Japan ausgerichtet, dort möchten wir auf unseren ersten Anzug zurückgreifen können. Das ist für die EM natürlich ein Nachteil, aber nicht zu ändern."

Ihr zelebriert kommende Woche euer EM-Debüt, warum habt ihr im Vorjahr auf die Titelkämpfe verzichtet?

Barbara Matz: "Weil die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Dänemark absolute Priorität hatte und wir die EM-Woche genützt haben um in Aarhus zu trainieren. Es ging schließlich bei der WM auch um die Vergabe der ersten Olympiastartplätze für Tokio und diese Hürde wollten wir gleich im ersten Anlauf überspringen. Rückblickend war es eine gute Entscheidung, denn wir haben das Nationenticket gelöst und können somit den Focus auf Japan legen."

In Weymouth wurde 2012 um olympische Medaillen gesegelt, wie vertraut ist dir das Revier?

Thomas Zajac: "2012 war der Katamaran nicht olympisch. Ich bin damals 49er gesegelt, konnte mich aber nicht qualifizieren. Sonst kenne ich das Revier noch von zwei Weltcup-Regatten, es ist mir also nicht fremd. Unsere gemeinsame Erfahrung beschränkt sich allerdings auf die vergangenen Trainingstage vor Ort."

Wie ist die bisherige Vorbereitung verlaufen?

Barbara Matz:"Wir hatten fünf sehr knackige Segeltage, was zum Teil dem Wind, zum Teil dem Dauerregen und den frostigen Temperaturen geschuldet war. Wenn es so bleibt, wird es ein ziemlicher Kraftakt."

Ihr seid zuletzt beim Weltcup in Genua auf Platz fünf gesegelt, wart auch in Palma und Miami in den Top-8. Was habt ihr euch für Weymouth vorgenommen?

Thomas Zajac: "Natürlich wollen wir um die Medaillen mitsegeln, aber das wollen und können einige andere auch. Ich sehe die Briten in Pole-Position, die Italiener, Franzosen und Dänen werden sehr gefährlich, dann noch die Spanier und Deutschen - es wird auf alle Fälle ein heißer Tanz. Wir wollen zumindest ins Medal Race. Dann schauen wir weiter."

Photos @Stoerkle_OeSV

@Stoerkle_OeSV

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