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470-Damen/-Herren/Weltmeisterschaft/Buenos Aires/22.-27. Februar 2016: MIT DEM RASENMÄHER SEGELN

Nach den Titelkämpfen der 49er und Nacra17, die für Nico Delle Karth und Niko Resch mit Silber und für Thomas Zajac und Tanja Frank mit einem starken, aber undankbaren vierten Platz endeten, folgt mit der Weltmeisterschaft der 470er-Damen und Herren das nächste Highlight. Die Vorbereitungen verlaufen schleppend.

 

Der Startschuss fällt am kommenden Montag, gesegelt wird  am Rio de la Plata vor Buenos Aires, einem 290 km langen und bis zu 220 km breiten Mündungstrichter der Flüsse Rio Parana und Rio Uruguay und damit in jenem Revier, wo im vergangenen November die 49er-Weltmeisterschaft 2015 über die Bühne ging. Das durch lehmigen Schlamm getrübte  Wasser erinnert optisch und punkto Wellenbild an den Neusiedlersee, ungewöhnlich sind die vielen grünen Inseln, die aktuell im Regattarevier herumtreiben. Die starken Regenfälle in der vergangenen Woche haben über die Flüsse  jede Menge Seegras aus dem Landesinneren angeschwemmt, ein vernünftiges Training war zuletzt kaum möglich. Damit wurde die ohnehin kurze Anlaufphase der OeSV-Asse zusätzlich erschwert. Während einige Top-Nationen, die im Rahmen der Weltmeisterschaft ihre interne Olympia-Ausscheidung bestreiten, seit Mitte Jänner vor Ort sind, haben die heimischen Boote zuletzt in Miami Segeltests für Rio und den Weltcup absolviert und damit ein verkürztes Vorort-Training in Kauf genommen.

 

Bei den Herren ist die Liste der Medaillenkandidaten groß, der Sieg führt über die Olympiasieger und fünffachen Weltmeister Mathew Belcher/William Ryan (AUS). Für Matthias Schmid und Florian Reichstädter ist das Erreichen des Medal Races das erklärte Minimalziel, die Vize-Europameister von Athen landeten zuletzt beim Miami-Weltcup auf Rang vier.

 

Matthias Schmid:

"Es spült von den Flüssen mal mehr und mal weniger Gras herein, an manchen Tagen war es in Ordnung, dann wieder eine Katastrophe. Prinzipiell war der Eindruck nach den Trainings positiv, der Wind ist eher auf der schwachen Seite, es waren Tage dabei, wo er am unteren Limit war, da wird es dann für uns schwierig. Das Medal Race der Top10 wird so gesehen nicht leicht, ist aber unser erklärtes Ziel. Wir sind gut in Form, das haben wir auch zuletzt in Miami unter Beweis gestellt, es wird mit Sicherheit eine interessante Woche."